Pflichtschuldigster Bericht über die Bataille von Leipzig
am 18ten October 2003

Auf höheren Befehl war die 6.Compagnie des Leib=Infanterie=Regimentes mit 12 Musketieren und 2 Officiren zur Alliirten Hauptarmee abkommandirt, die an obgenanntem Tage den Versuch unternahm, die Franzosen von Süden her auf Leipzig zu werfen.

Nachdem am Samstagmorgen es gelang, das Eis auf den Wassereimern zu zerhacken, wurden den Mannschaften ein reiches Frühstück aus Brot, Schmalz, Schinken und Coffee verabreicht. Spätestens als jeder Mann über seine halbe Brotportion hinaus noch einen Apfel empfing war klar, daß Bedeutendes bevorstand.

Die Mannschaft vom Leib=Regiment formirte dabei zusammen mit einem Detachement der Hessischen Leibgrenadiergarde und einer Compagnie vom Colbergschen Infanterie=Regimente ein Bataillon , das zu einer alliirten Brigade gehörte, die unter dem Commando des Obristen Hübler von der Russischen Armee stand. Das Bataillon hatte den äußersten rechten Flügel der verbündeten Armee inne.

Wenngleich Berichtendem der Überblick über die großräumige Situation nicht in dem Maße gegeben war, wie dem Alliirten Ober=Commando , war doch jedem beim Anblick der aufmarschirenden Truppenmassen klar, daß diese Schlacht dermaleinst mit Fug eine Schlacht der Völker genannt werden kann.

Doch auch der Gegner hatte alles an Macht herangezogen, was ihm im Europa zur Disposition stand.

Nach Verlesung des Armeebefehls des Oberkommandierende Fürsten Schwarzenberg wurde der Marsch auf das Schlachtfeld angetreten.

Am Ende eines langen und zähen Kampfes , der an Heftigkeit allenfalls in dem an der Moskwa ein Beispiel findet, gelang den alliirten Heeren bis zum Endes des Tages nicht, den Gegner ernstlich auf Leipzig zu werfen. Wegen allgemeiner Ermattung mußte letztlich eine armistice (Waffenstillstand) angenommen werden, was die Franzosen nutzten, um sich hinter Leipzig zurückzuziehen.

Magdeburg, am 25.October 2003

Jörg Scheibe, Unteroffizier

Nachsatz: Unbedingt zu erwähnen ist dabei der Domänen=Rath Wittlief , der alle seine, wie auch die Kräfte seiner Schwester wiederholt in den Dienst der guten Sache gestellt hat.