|
Bericht über die Geschehen im Raum Landin
an die Offiziere des Leibregiments
hiermit möchte ich Meldung machen über die Vorfälle im Raum Landin/Uckermark
durch verschiedene Umstände trug es sich zu das 2 Musketiere des Leibregiments Zeugen der Vorfälle in Landin wurden.
So trug es sich zu das feindliche Einheiten von der Festung Stettin aus ins Umland von Landin ausrückten um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen.Um sich dem Feinde entgegen zu stellen bezog die preusische Artillerie Stellung im Ort Landin unweit eines alten Gutshofes.
In einem kleinen Kastanienwald wurde schnell ein Feldlager errichtet und wir bekamen den Befehl die Nacht dort zu verbringen.
Am Morgen wurden wir nach Angermünde zu einem Gottesdienst verbracht und zurück im Ort Landin auf weiter Befehle zu warten.
Am frühen Nachmittag gab es Alarm da wohl der Feind gesichtet wurde.
Da der Vorstoß der feindlichen Truppen zu überraschend kam konnte man nicht schnell genug frische Truppen zur Verteidigung der Gegend ranführen.So war es gut das sich in der Gegend pommersche Landwehr auf dem Wege Richtung Berlin befindend auf Landin zur Verteidigung abgestellt wurde.
Ebenso konnte noch ein Stoßtrupp der Tiroler Jäger die östlich der Oder standen auf Landin zur Verteidigung rangeführt werden.
Alles in allem konnte man mit genug Artillerie und 1 Rotte Infanterie 1 Rotte Landwehr und 2 Rotten Jäger sich dem Feinde entgegen stellen.
Erschreckend als man dem Feinde am Horizont ausmachte musste man feststellen das es sich hierbei nicht um Franzosen oder Polen handelte die plündernd durch die Mark zogen sondern um einen Trupp der Königlich Deutsche Legion die wohl zum Feinde übergelaufen war.
Als man noch glaubte ein Trugbild zu sehen schlugen uns auch schon feindliche Kanonnenkugeln von der französischen Artillerie die ebenfalls in Stellung gegangen war entgegen.
Als aber die KGL den ersten preußischen Offizier der gefangen genommen wurde standrechtlich erschossen hatte war es nicht mehr zu leugnen,dieser Trupp war zum Feinde übergelaufen.
Was unseren Mut und Entschlossenheit sie zu besiegen nur noch stärker wachsen lies.
Sie griffen aber mit so einer Wucht und Entschlossenheit an das ein Feldgeschütz schnell in ihre Hände gelangte welches sofort gegen uns in Stellung gebracht wurde.
da sie aber im Umgang mit Geschützen nicht geübt waren,war es uns möglich ohne einen Schuss aus dem Geschütz war zu nehmen
es zurück zu erobern.
Hierbei muss man sehr lobend erwähnen das die pommersche Landwehr die uns zur Seite stand einen sehr fähigen Sektionsführer (Oldach) hatte der wenn man es nicht besser wüsste wohl durch die Schule unseres Herrn Feldwebel gegangen seyn muss.
Durch sein Gesick und Umsicht konnten wir uns dem Feinde tapfer und ehrenvoll entgegenstellen.
Wenn auch die Verluste in der preußischen Artillerie sehr hoch waren.
Haus um Haus wurde Landin vom Feinde gesäubert und nach langem Kampf verschanzte sich ein letzter keiner Trupp KGL am Abend im kleinen Teehaus unweit des alten Gutshofes.
Ein letzter Angriff der preußischen Linie mit Unterstützung der Jäger und unserer Artillerie brachte gegen 18 Uhr endlich die Waffen zum Schweigen und uns den Sieg.
Der letzte klägliche Rest der feindlichen Truppen wurden dem Offizier der Artillerie übergeben auch wenn man sie nach all dem Geschehen wohl lieber Tot im Staube liegend gesehen hätte.
Am Abend als die Waffen schwiegen traute sich auch die ansässige Bevölkerung wieder aus ihren Verstecken und waren froh am Leben zu seyn. Die Dankbarkeit der Dorfbevölkerung war uns gewiss so ward es auch nicht verwunderlich das man bei allerlei Köstlichkeit mit der man uns bewirtete das Gefühl hatte ein Fürst zu seyn.
Bei Wein Weib und Gesang verbrachten wir den Abend und die Nacht am wärmenden Feuer.
Am nächsten Morgen erhielten wir den Befehl uns in unsere Garnison zu begeben um uns den frischen Truppen die wohl in Richtung Leipzig ziehen sollen anzuschließen.
Durch diesen Befehl trennten wir Musketier Plicka und Otte uns von unseren guten pommerschen Landwehrmännern Oldach.Linke,Kläs und 2 Marketenderinnen und rückten in die Garnison ab.
untertänigst Musketier Plicka
|